

C O R V E T T E Kult und Mythos

(c) www.pixel.de
Geschichte und Entstehung eines wohl revolutionären Sportwagens
aus der Schmiede von General Motors in Amerika
In dieser Seite kommt eine Liebe zum Ausdruck. Die Liebe zu einem Fahrzeug, das eine ganz besondere und vielleicht auch erotische Ausstrahlung besitzt. Ich war und bin von der Corvette fasziniert, begeistert, einfach von ihr angetan. Als ich mein Lieblingsmodell auch fahren durfte, ging wahrlich ein Traum in Erfüllung. Nicht auf einer Reise in Amerika, sondern bei uns erlebte ich "the way of live ". In meiner Kurzfassung will ich vermitteln, was diese Faszination ausmacht. Nebst technischen Details und Informationen soll das Bildmaterial für sich selbst sprechen, visualisieren.
Natürlich habe ich eine Sammelleidenschaft entwickelt und stehen etliche Modelle bei mir in der Vitrine. Da ich keine so große Garage besaß, beschloss ich spontan, Modelle zu sammeln.

Die Corvette - Kult und Mythos
Der US-amerikanische Sportwagen aus dem Hause Chevrolet (GM) hat seine Entstehungsgeschichte in den 50er Jahren. Begonnen im Jahre 1953 mit der C1 gibt es inzwischen ja schon die 6. Generation, die C6, wobei ab 2005 nur noch der Markenname Corvette ange-führt ist um sich von den anderen Chevrolet-Fahrzeugen zu distanzieren. Der Grund ist, dass in Europa Fahrzeuge des koreanischen Hersteller Daewoo als Chevrolet verkauft werden. Aus diesem Grund will man nicht in Zusammenhang mit dieser Vertriebsschiene stehen und gibt es nur noch die „Corvette“, als eigenständige Marke und Label.
Das Logo der Corvette wurde ursprünglich von Robert Bartholomew, wurde aber wegen der kommerziellen Verwendung der amerikanischen Flagge, das rechtlich nicht erlaubt war, wieder verworfen. Ein neues Logo wurde gestaltet und fortan bis heute kontinuierlich weiter entwickelt. Flaggen wurden gewechselt, Farben änderten sich, kreisrunde Embleme waren der Ursprung; heute ist das Logo ohne jede Umrandung im Vordergrund.
Die erste Corvette wurde 1953 gebaut und folgten dann die einzelnen Generationen von der Vette 2 bis zur heutigen Vette 6.
Die Lebenszyklen der Generationen in Zahlen:
Corvette C 1 gebaut von 1953 bis 1962
.
58er in Silber 59er in Blau 62er in Rot
Anfangs nur eine Produktion von 330 Stück pro Jahr und mit eine PS-Leistung von 145 Pferden, die das Gefährt immerhin in 11 Sekunden von 0 auf 100 brachte. Anfangs nur mit einem Scheinwerferpaar ausgerüstet, wurde dann ab dem 58er Jahr die Serie mit einem Doppelscheinwerfer produziert, wie auch die Wagenbreite und –länge vergrößert wurde.
Die Leistung wurde auf V8/230 PS gesteigert bei einem Hubvolumen von 4,6l. Das stärkste damalige Modell hatte jedoch 290 PS. Erste Renneinsätze waren die Folge um zu zeigen, dass die Vette auch in diesem Segment erfolgreich und ein konkurrenzfähiges Auto ist. Allerdings war das beste Ergebnis ein 8. Platz in Le Mans.
Corvette C 2 gebaut von 1963 bis 1967
Sting Ray 63er Impressionenmix
.
In dieser Zeitepoche startete die Generation der Sting Ray, ab dem 69er Modell „Stingray“ genannt und gab’s neben dem Cabrio auch erstmals ein Coupé, welches 1963 legendär in die Geschichte einging. Durch geteilten Heckscheiben erhielt sie ihren Namen „Split Window“. Diese Modeerscheinung wurde jedoch 1964 wieder eingestellt und eine einteilige, normale Heckscheibe zierte wieder das Rückenteil der Vette.
67er rot 63er Split Window
Technisch revolutionär war damals die wichtige Veränderung mit dem Einbau der Einzelradaufhängung hinten; die Starrachse war Vergangenheit. Auch war die Sting Ray die erste Vette mit Klappscheinwerfern, welche bei unterschiedlichen Modellen bis zur Serie C5 Anwendung fanden. Mit dem Baujahr 1965 wurden dann die Trommelbremsen ersetzt durch Scheibenbremsen. Ein sichtlicher Erfolg für das gesamte Fahrverhalten dieses Sportwagens.
Corvette C 3 gebaut von 1968 bis 1982
69er Silbergrün 73er Gelb
.
Die C 3 (auch noch Stingray genannt) wirkte erheblich massiver als ihre Vorgängerinnen. Auffallend war der unvergleichlich auffallende Kotflügelschwung. Witzig auch Coke genannt, da sie seitlich an eine Colaflasche erinnert oder einer so ähnlich sieht. Wie man es halt betrachtet. Freaks der Vette werden schon wissen, weshalb sie ihr den Namen gaben. Abwertend kann es nicht gewesen sein, obwohl die Fachpresse nicht die besten Kritiken hinterließen. Das Cabrio wurde jedenfalls aufgrund der Sicherheitsbestimmungen in den USA nur bis 1975 verkauft.
.
78er Pace Car 79er Gelb
.
Rekordverkaufsjahre waren die 78er und 79 Jahre. Im Modelljahr 82 sank die Produktion dramatisch auf knapp über 25 Tausend Modelle. Der Mitbewerb aus Japan und Europa war sehr stark und verblass der Erfolg der Vette. Marketingstrategisch musste ein neues Modell her. Somit begann die 4. Generation.
Corvette C 4 gebaut von 1984 bis 1996
.
87er Cabrio rot 92er Cabrio gelb
Mit dem Start in eine neue Ära wurde die Vette generell neu entworfen, zumindest was das Erscheinungsbild betrifft. An der glasfaserverstärkten Kunststoff-Karosserei und dem V8-Frontmotor hielt man weiterhin fest. Die Frontklappe war erstmals zur Gänze aufklapp-bar. Aufhängung und Chassis wurden gegenüber der C3 ersetzt und ein neues modernes System entwickelt. Einzelradaufhängung und neue Hinterachse. Neu orientiert auch die zeigerlosen Instrumente mit LDC-Panel. Die „neue“ Corvette wurde geboren und der Markt-wert und –auftritt deutlich gehoben. Es begann auch die Kooperation mit Goodyear. Mit dem Fahrwerk-Setup und den Abstimmungen (Federung) konnte eine Straßentauglichkeit erreicht werden, wie es sie zuvor nicht gab. Ab dem 85er Modell wurde die Federung etwas weicher eingestellt, da die Vormodelle doch etwas zu unkonfortabel waren. Ab 1988 gab es die Vette auch mit 17-Zoll Räder.
93er Cabrio rot 96er Grand Sport
1989 gab es dann von GM eine gesonderte Hochleistungsvariante der C4, welche ab 1990 mit dem Modell Z1 auf den Markt kam. Dieses Modell sorgte für Furore am europäischen Markt und wurde die Serie von der Presse als „King of the Hill“ bezeichnet.
Foto ZR 1 folgt
Neu war auch der Motor, welcher in DOHC-V8-Aluminium-Ausführung in Serie ging. Die Leistung stieg gewaltig auf imense 385 PS bzw 405 PS. Geschwindigkeiten über der 300km/h waren erreichbar. Deshalb konnten auch einige Geschwindigkeitsrekorde erreicht werden. Beim 24-Stunden-Rennen erreicht man eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 282 km/H, das muss man sich mal vorstellen.
Die ZR 1 wurde bis 1995 produziert, danach konnte sie nicht mehr bestellt werden. Das liess ableiten, eine Modelländerung scheint angesagt.
Nach 12 Jahren fast eine Notwendigkeit. Die 5. Generation ist eingeläutet.
Corvette C5 gebaut von 1997 bis 2004
.
Es kam eine komplett „neue“ Corvette. Die C5 unterscheidet sich gewaltig gegenüber den Vorgängermodellen. Vieles wurde geändert in Technik, Motor, Getriebe, Leistung. Der neue V8 Motor bringt eine Leistung von 344 PS und beschleunigt von 0 auf 100 in 5,4 Sekunden. Da drückt es dich schon mal in den Schalensitz. Kraft wird spürbar, keine Frage bei dem Drehmoment von immer über 500 Nm. Nachdem es bislang nur das Coupé gab es später auch das Cabrio und dann noch das Modell mit dem Hardetop.
Foto Z 06 folgt
Ständige Entwicklungen beleben den Markt scheint die Devise gewesen zu sein und so wurde 2001 die Modellreihe mit der Z 06 erweitert. Die Leistung stieg abermals auf 385 PS mit einem Drehmoment von 524 Nm. Das war Exklusivität am Sportwagensektor. Leider wurde dadurch aber auch der Preis deutlich angehoben. Im Preis-Leistungsverhältnis war die Corvette jedoch immer noch weitaus günstiger im Gegensatz zu Porsche, Ferrari, Lamborghini usw. Nicht unerwähnt soll hier auch die „Viper“ sein. Eine Paradestück von Sportauto, um hier kurz abzuschweifen.
Foto Vette Le Mans folgt
Wir bleiben aber unserer Vette treu. Denn 2003 ging mit einer exklusiven Sonderserie der Erfolg weiter. Die Rennversion der C5-R für Le Mans wurde aufgelegt. Neues 6-Gangschalt-getriebe, sportlichere Z06-Aufhängung und Gewichtsreduzierung zeichneten dieses Modell aus.
Das Modell der Corvette C5 war und ist eigentlich „meine“ Vette. Starker Bezug und eine fast verliebte Neigung lassen gerne Erinnerung wach küssen. Sie, die C5, ob in Cabrio, Coupé oder Sportversion, waren so ein tolles Fahrerlebnis, das ich nicht mehr missen möchte. Und eben dieses Modell strahlt so vieles aus an Kraft, Stabilität, Erotik, Sportlichkeit. Viele Attribute für ein besonderes Auto.
Fast traurig war ich, als angekündigt wurde, dass mit 2005 eine neue Serie kommt. Mit Spannung wartete ich auf die „Neue“. Die 6. Generation ist nun am leben.
Corvette C6 seit 2005
2006 Cabrio blau 2006 Coupe-Hardtop
Eine total neue Ära beginnt oder begann. Das Design wurde geändert. Die so legendären Klappscheinwerfer haben ausgedient. Das Heckteil umfunktioniert. Alles anders. Kann ich die Vette noch lieben? Das fragte ich mich. Allererst, als ich die neue Corvette sah, war ich fast enttäuscht, da sie mich ein wenig an Ferrari erinnert. Zumindest von der Frontpartie betrachtet. Ich arrangierte mich und kam zur Überzeugung, eine Legende bleibt eine Legende. Man muss auch für Neues offen sein.
Die C6 ist eine Weiterentwicklung, aber immer noch „der“ amerikanische Sportwagen schlechthin. Vieles wurde wieder adaptiert, konzipiert und verbessert. Die Verbrauchswerte sind mehr als annehmbar, bei den heutigen Spritpreisen ein wichtiges Novum.
Spezielle Ausstattungsmerkmale sind:
- Bose-Audioanlage mit CD Wechsler (war auch schon in der C5)
- Schlüssellose Zugriff- und Motorstartsystem
- Fünflagiges vollelektrisches Stoffverdeck beim Cabrio
- Spezielles Fahrwerk bei der C6 das Z51 Sportpaket
Viel Erneuerungen, welche der Vette sehr gute Fahreigenschaften übertragen und Dank neuer Stabilisatoren und Bremsscheiben für eine schnellere Verzögerung und weitaus bessere Kurvenlage sorgen. Die Leistung mit 430 PS und 586 Nm sprechen für sich, also von 0 auf 100 jetzt nur noch 4,5 Sekunden. Umsetzbar auf der Strasse fast nicht möglich.
Mit der Serie C6 Z06 wurde ein 7-Liter Alu-V8-Motor gebaut, der eine Leistung von 512 PS und 637 Nm erreicht. Geschwindigkeiten mit 320 km/h können jedoch nur noch auf Renn-strecken oder Rundkursen gefahren werden. Allerdings gab es dazu nur ein limitiertes Kontingent, welches auch kurzzeitig ausverkauft war.
Abschliessend dann das neueste Modell von Corvette, die
Corvette C6 ZR1
Die legendäre ZR1 in Neuauflage auf Basis der C6 ist wohl ein Maximum des Erreichen eines Sportwagens. Natürlich subjektiv betrachtet.
Die jemals schnellste Corvette bzw das schnellste Fahrzeug, das GM jemals gebaut und produziert hat.
Die markanten Details in Kurzfassung, denn gefahren bin ich „Sie“ noch „Nie“. Wie auch?
Details:
- Aluminium-Chassis mit Glasfaserverstärkten Kunststoff (alt bewährt)
- Bauteile wie Kotflügel, Dach und Fronthaube mit Kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff
- Carbon-Keramik Bremsanlage
- 2-Scheibenkupplung mit 6-Gang Getriebe
- 620 PS Motorleistung mit 823 Nm heisst, 0 auf 100 in 3,5 Sekunden
Na dann, viel Spass beim Durchstarten .............
.
Fotos, Fotos, Fotos - jede Menge in der Galerie unter Corvette
-
Gut Ding braucht Weile - und so ist es nun endlich so weit, dass ich jede Menge Fotos von meiner Sammlung der Vettes gemacht habe. In unterschiedlichsten Sichtweisen will ich wiedegeben, was den Mythos dieses Fahrzeuges ausmacht.
Mit Detailaufnahmen wird auch sichtbar, wie filigran und fast originalgetreu Modelle sind. Sicher nicht bei jedem Modell, da die Hersteller auch unterschiedlich sind. Ob Burago, Mako Shark, Revell oder wie sie alle heissen. Eines haben alle ident; sie erwecken Träume und Faszination.
Die speziellen Modelle wie die Grand Sport, das Airbrush C5-Modell oder jenes von Mako Shark sind beachtlich in Ausarbeitung, Detailtreue und Qualität.
Beim Spaziergang durch die Fotowanderung meiner Modelle wird hoffentlich das eine oder andere Liebhaberherz höher schlagen. Vielleicht kommt auch der Wunsch des Träumens auf, solch eine Vette in Original in der Garage stehen zu haben. Die Zeit für Cabriofahrten ist ja jetzt besonders attraktiv. Da zählt nicht Geschwindigkeit; vielmehr das Spüren der Freiheit, das Lebensgefühl, das Berühren des Windes, der Ton der Musik aus Radio und Auspuff.
Hui, da kommen ja grad mal Gefühle auf, wie es wirklich war.
Viel Spass und Freude beim Fotoklicken - Roland
Juli 08
 |