Ist es nicht eines jeden Jungen Kindestraum eine eigene Eisenbahn zu haben?
Ich denke schon. Seit meiner Kindheit, also so mit ungefähr 10 Jahren, begann für mich die Leidenschaft und Begeisterung für die Eisenbahn in Miniatur. Damals, ja damals war das alles noch ganz anders und viel einfacher als heute. Von Digitalisierung und tech-nischem Überdrüber, Computersteuerung und anderen Spezies war keine Rede. Die Faszination war das Erlebnis. Und das ist es bis heute noch.
Leider ist es jedoch Tatsache, dass dieses Hobby immer noch eine männliche Domäne ist. Mädchen und Frauen scheinen hier nicht ganz den Zugang gefunden haben. Vielleicht mag es am Technischen liegen, wer weiss. Das feminine Geschlecht zeigt sich aber sehr wohl interessiert am Zusehen des Geschehens, was da alles so läuft, fährt und sich bewegt. Und wie sich das technische Wunderwerk auch entwickelt. Da werden nicht nur Kinderaugen zum Funkeln gebracht, auch die Pupillen der Damen der Gesellschaft, Mütter, Ehefrauen, Bekannte, Freundinnen usw werden immer grösser, wenn in schönen Landschaftselementen, Bahnhöfen, Verschubszenen die Eisenbahn abfährt. Modelle werden begutachtet und bestaunt. Der Vergleich zur Realität gezogen. Das ist ein schönes Erlebnis.
Über meine Sammlerleidenschaft und meiner Eisenbahn wird hier berichtet und in der Fotogalerie ist zu sehen, was sich so angesammelt hat.
Was sammle ich und was ist meine Eisenbahn?
Früher hatte ich ja Spur HO von Kleinbahn und Märklin. Etwas anderes gab es ja damals auch gar nicht. Erst später, also für mich ab den Ende 60er Jahren, wurde die Spur N interessant. Diese Spur bot sich an, da aus Platzgründen mit dieser Baugrösse sich mehr Möglichkeiten öffneten. Also entschied ich mich für Spur N. Ich trauere dem auch nicht nach, obwohl die Detailtreue in der Spur HO doch um einiges besser ist. Aber was soll's. Faszination ist es ja dieselbe. Bedauerlich ist nur, dass es in Spur N sehr wenig Modelle der ÖBB gibt. Was blieb mir da anderes übrig, als noch ein anderes Bahn-Land dazu zu nehmen. Die grosse Vielfalt zeigte hier die DB auf. Ganz spezielle Modelle natürlich aus dem Nachbarland der Schweiz. Somit ist das Dreiländereck geschlossen. Geografisch natürlich von Vorarlberg aus betrachtet. Und aus der Urlaubsreise der 70er-Jahre ein tolles Zugset aus Schottland. Dieses hat quasi einen Ehrenplatz in der Vitrine bekommen.
Bahngesellschaften der französischen, italienischen, spanischen und englischen Staatsbahnen sind ja auch sehr reizvoll und ganz anders in der Bauart. Hoch interessant. Doch hier bin ich nicht ins Sammeln eingestiegen. Man(n) setzt sich selbst Grenzen.
In den einzelnen Rubriken findest Du die Modelle, die in der Vitrine ihr zu Hause haben und teilweise auf der Anlage in Betrieb sind.
 |