Die Wachau ist eine über 30 km lange Flusslandschaft im österreichischen Bundesland Niederösterreich. Sie ist das Durchbruchstal der Donau zwischen Melk und Krems und liegt etwa 80 km westlich der Bundeshauptstadt Wien. Flussabwärts gesehen beginnt sie bei Melk und endet bei Krems. Zur Region gehört das Donauseitental „Spitzer Graben“.
Klimatisch beeinflusst wird die Region einerseits durch die Donau, andererseits durch die angrenzenden Hügel des Dunkelsteiner Waldes sowie des Waldviertels. Letztere prägen durch kalte Winter durch Seehöhen bis über 900 m.
Niederösterreich ist in Viertellandschaften unterteilt (Most-, Wald-, Wein- und Industrieviertel). Die Wachau ist eine Grenzregion, die südlich zum Most- und nördlich zum Weinviertel gehört.
Eine Reihe von Orten sind hinlänglich bekannt, wie zB Krems, Dürnstein, Weißenkirchen, Spitz.
Fläche
Die Region umfasst eine Fläche von knapp 1.300 ha (= 1,3 Mio. m2).
Wirtschaft
Etwa ein Drittel der Regionsfläche entfällt auf den Weinbau, welcher von rund 600 Unternehmen betrieben wird.
Darüber hinaus stellt neben dem Tourismus der Obstanbau, hier speziell der der Marille (Aprikose), einen wesentlichen Wirtschaftszweig dar.
Die Herkunftsbezeichnung „Wachauer Marille“ ist innerhalb der EU geschützt. Daneben werden auch andere Obstsorten wie Äpfel kultiviert.
Weltkulturerbe
Im Jahr 2000 wurde die Wachau von der UNESCO in der Kategorie „Kulturlandschaft“ in die Liste des Welterbes eingetragen und damit Teil des Weltkulturerbes.
In den ersten Apriltagen dieses Jahres (2009) konnte die Region und hier ganz speziell das Stift Melk eine besondere Ehrung feiern:
Schon Anfang November des letzten Jahres wurde bekannt, dass das „National Geographic Traveler Magazin“ die Wachau, insbesonders das Stift Melk, als „best historic destination“ (= beste historische Örtlichkeit) auszeichnen wird.
Als Jury haben 280 Journalisten und Tourismusfachleute aus aller Welt unter 109 Bewerbungen den niederösterreichischen Sieger gekürt.
Selbstverständlich war dies ein willkommener Anlass, die Ehrung zu Saisonbeginn 2009 gebührlich zu feiern. Die Verantwortlichen aus Kultur und Politik sowie die Bevölkerung sehen dies als große Anerkennung dafür an, wie mit dem historischen Erbe umgegangen wird.
. . (c) Roland H. Handl
10.04.09/Gabi