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Lyrik

Texte sind nun unten zu lesen!  Aktualisiert Juli 2009

  Lyrik - Poesie  

Schreiben und Ausdrücken. Gefühle vermitteln. Gedanken vermitteln.

Darf das ein Mann? Ja, er darf es nicht nur, er soll es sogar. Auch Männer haben Gefühle, sehr starke. Aus der Macht der Erziehung, der Position in der Gesellschaft oder dem Bild des Starken geziehmt es sich nicht, dass ein Bub, ein Jugendlicher, ein Mann seine Gefühle zeigt, einmal weint wenn es ihm danach ist. Weinen, wenn's weh tut. Nein. Ich erinnere mich da zurück und man mir sagte: "Ein Indianer kennt keinen Schmerz". Also, kein Weinen. Diese indianische westliche Weisheit wird aber heute immer noch verbreitet. Stimmt mich nachdenklich.

In meinen Texten, lyrischen Sammlungen und auch den Hauch von Poesie will ich gezielt etwas reflektieren. In der Wahrnehmung des geschriebenen Wortes entsteht das Bild der Inspiration. Für jeden eigensensibilisiert. So wird Wort zum Bild, Bild zum Raum, Raum zur Kunst und Kunst zum Raum.





Bilder der Zeit

bilder
bilder sind bilder der zeit
zeigen geschichte der vergangenheit
geben kraft für geistes spion
zu sehen fühlen - zukunft vision

formen teile zusammen
vernetzt in struktur
schöpferisch erwacht leben
der gewohnheit natur

farben spiegeln im schein des licht
werfen schatten in dessen gesicht
geistes spion hat seinen dienst vollbracht
schreibt wieder geschichte
bilder
gezeichnet vom werke der macht

bilder
bilder der zeit

-kumulus-



Die Liebe starb - die Liebe lebt


die zeit verging
erlebte traum

traum gelebt bei tag
in nacht

die zeit blieb stehen
gewollt zu sehen
wann erwacht

den traum vergessen
mit augenschlag

gedanken kreisen - erkennen

dass die liebe starb

eilen schritte in gelbes land
die neue zeit
sie traum benannt

kann geist erfüllen gedankenschwund
ist spürbar
zeit
zeit bleibt nicht stehen für heilend wund

in mythos kleid sich traum verkleidet
zeit
oh schöne zeit
für die dich ander stets beneidet

da die liebe lebt

-kumulus- 270601


 

Freundes Tränen

kann nicht schlafen
kann nicht ruh'n
stets gedanken das andere tun
werden augen sich dann schliessen
des freundes tränen dich begiessen

gib ich antwort auf das nicht verstanden

in liebe wollt ich leben leben
freude, zärtlichkeit, lachen geben
spüren, dass gefühl im herzen schlägt
mensch zu mensch sich gut verträgt
in glück geborgen ohne schmerzes leid
in liebe leben
war ich bereit

ich bin glücklich
kann schlafen
kann ruh'n

-kumulus- 250601


 
Sieh

Sieh
sieh
auch wenn es dunkel ist

sieh
dort des einzel sternes licht
schliesse nicht die augen
weil es dunkel ist

zieh fort
wandere
entschuldige dich nicht
nur weil du gesehen in dunkelnheit

unverständnis der anderen
weil sie nicht bereit

sieh
das neue land entsteht

sieh
dort dein weg hingeht

sprich du zu dir
- ich bin bereit -

die anderen zurück
weil der weg zu weit

-kumulus- 250601


 
Ionosphäre

ionosphäre
kalte zone
ohne worte
ich dort wohne

öffnend lippen um zu sprechen
kalte zone zu durchbrechen
lichterschein kommt auf mich zu
wärme bringend gibt mir ruh

spähre tragt mich in die welt der gedanken
sonne, sonne
kann ich dir danken
gibt's mir kraft und licht zugleich
an werten der zufriedenheit
lerne ich leben in bescheidenheit
mit worten umzugehen
um bilder der menschen neu zu sehen

erfahren des wandelns wie sie sind
wenn ich war
ich bin
ich
kind

-kumulus- 300101



 

nacht und feuer

nacht
 
 
so dunkel und verhangen
  
sterne 
  
sie können nicht funkeln wie augen
 
die gerne glänzen
   
feuer
  
brennt und umzingelt meinen körper
  
der in der glut erstarrt vor kälte
   
licht
 
ist erloschen
  
die augen geschlossen
  
so entsteht ein traum
  
von wessen was
 
in der nacht
 
die dunkel ihre kraft verbreitet
 
 
 
-kUMULUs- 180905
 

kindermund  

sag mir
 
wo die sterne sind
 
weit entfernt sichtbar klein
 
bestaunend wie als kleines kind
 
immer noch hell ihr schein
 
 
sag mir
 
wo der mond entschwand
 
greifbar nah und mal so mal so
 
als kind ich dies bewundernd fand
 
es heut noch zu erleben bin ich froh
 
 
sag mir
 
wie strahlen sonne tag so heiss
 
morgens und abends in andrem rot
 
gesehen mit kindesaugen grellend weiss
 
zu wissen ohne licht von ihr wird alles tot
 
 
sag mir 
 
wo unsere erde steht
 
in unserem kreis und firmament
 
schon als kind ich spürte stark der wind
 
oft weht
 
leben lebt als kreatur und ornament
 
 
sag mir
 
welche farben hat das meer
 
wo berge tief im grund entstehn
 
kinderaugen der farbenpracht begehr
 
wenn all dies schwindet
 
 
sag mir
 
was wird dann geschehn
 
  
-kumulus- 260803
 


komm tanz mit mir

  
tanz mit mir
 
den reigen der gefühle
 
du
 
du seele
 
 
die musik spielt ihre noten
 
und begleitet uns
 
dorthin
 
dorthin wo wir träumen
 
im tanz
 
 
komm tanz mit mir
 
und lass uns fühlen
 
das gegenüber
 
vom ich und du
 
du
 
du seele
 
 
ich spüre wie du gleitest
 
in meinem herzen
 
du wolllust verbreitest
 
im inneren deiner begierde
 
in der glut der hitze
 
der hitze des tanzes
 
dem tanz mit dir
 
du
 
du seele
 
 
komm tanz mit mir
 
und wir entspannen uns
 
am horizont der wogen
 
der wogen des purpur streif
 
und fühlen
 
wie gut es tut
 
im tanz das alles zu vergessen
 
und schweben
 
gemeinsam
 
du und ich
 
du
 
du seele des mein
 
 
ich tanz mit dir
 
 
 
-kumulus- 250505
 
 

 
  
 
ich sag dir
 
  
ich sag dir
 
wo die sterne sind
 
dort am firmament
 
jeder einzel glüht
 
 
ich sag dir
 
wo die sonne wohnt
 
ihr körper heiss
 
für uns erblüht
 
 
ich sag dir
 
wo der mond
 
das dunkel der nacht
 
mit seinem schein erwacht
 
 
ich sag dir
 
was in mir so ist
 
dir allein
 
weil du mein engel bist
 
  
-kUMULUs- 160208 

 
 
  
wenn das gefühl in mir schwebt
 
   
und die welt mit anderen augen sah
  
schwebte und gefühl in mir sich entfaltete
  
ich bin frei
  
losgelöst all der gedanken
  
und dennoch trugen mich gedanken
  
schwerelos
  
so wie der flug des kondors
  
berührungen zwischen den horizonten
  
kraft wurde spürbar
  
kraft
 
kraft zu fliegen
 
ich bin frei
  
-kUMULUs- 161207


 
wenn die sonne auf geht
 
und die felder sind im reif ganz weiss
 
der wind kühl um die wangen streift
 
es ist herbst
  
 
blätter fallen farbig auf den waldesboden
 
schritte knirschen im geäst
 
es ist herbst
  
 
langsam erwacht der morgen
 
die sonne ziert sich sanft
 
der tag beginnt
 
im herbst
  
 
der himmel dort am horizont
 
leicht in blau gemalt
 
streifen wolkenbänder
 
vom föhn verzerrt
 
es ist herbst
  
 
ruhe herrscht in feld und wald
 
spät erwacht das geschöpf
 
es ist herbst
  
 
herbst
 
du in deiner vielfalt
 
von farbe
 
besonnenheit
 
ruhe
  
herbst
 
 
wenn die sonne untergeht

erlebe ich die zeit

als ich wie ein kondor flog 
 
-kUMULUs- 12-11-03

 

  
 
dort

  
dort wo oft meine träume sind
 
im land der sinne
 
der farben
 
der töne
 
dort
 
dort
 
wo schwerelos mich trägt mein wolkenband
 
führt dorthin
 
in sehnsucht land
 
dort
 
dort ich lauf auf sanften laub
 
fernab des herzensraub
 
dort
 
dort mich treibt das lebensfloß
 
einfach so   grenzenlos
 
dort
 
dort ich war
 
ich spür   neu gebar
 
körper liegt auf samtigen tuch
 
dort
 
dort ich riech atemgeruch
 
duft von liebesrausch umschlungen
 
dort
 
dort grenzenlos ungezwungen
 
im land der sinne
 
der farben
 
der töne
  
 
dort - welches land?
 
 
-kUMULUs-    130503
 
 
 
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LEBE
 
ICH   in Gedanken
  
 
Sagend des Wortes
 
wie kann ich nur danken
 
 
Berühren meine Hände Dein Gesicht
  
weiss ich
 
Lichter erlischen nicht
 
-kUMULUs- 18.12.00

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
     
 

 


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